Leben in der Superlative: Machen wir das Optimalste aus unserem einzigsten Leben!

Leider nicht nur im privaten Bereich, sondern auch in der Öffentlichkeit begegnen uns solche unmöglichen Steigerungen. Es ist mindestens so schlimm, diese unwissend zu verwenden, wie es unverantwortlich ist, in der Öffentlichkeit wissentlich den Komparativ oder Superlativ eines Wortes zu verbreiten, das gar nicht steigerungsfähig ist:

Die Politik strebt das Maximalste an, in der Werbung wird das idealste Produkt angepriesen, die Medien versorgen uns mit den aktuellsten Nachrichten, Zeugnisse bescheinigen uns die vollste Zufriedenheit unseres Chefs…

Kuriose Wortbildungen wie weitreichendst, vielbefahrenst oder schnellstmöglichst zeugen von ganz besonderem Einfallsreichtum.

Wir dürfen uns in keinster Weise wundern, wenn unsere Kinder es für das Normalste der Welt halten, dass sie auf die perfekteste Welle warten.

2 Reaktionen zu “Leben in der Superlative: Machen wir das Optimalste aus unserem einzigsten Leben!”

  • Doris Prandl

    In einem Schreiben betr. eines Firmenumzugs fand ich folgenden Satz: Das Regionalzentrum West wird dann weitgehends bis 8. Februar geschlossen.
    Ist doch auch ganz nett.

  • Christiane

    Wie weit die Schließung wohl inzwischen gegangen sein mag?
    Nicht, dass man dort schon jetzt vor geschlossensten Türen steht.
    ;-)

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