Wer schreibt, der bleibt?
“Wer schreibt, der bleibt.”
Eine Redewendung, der ich grundsätzlich, aber bedingt, zustimme.
Umso mehr scheint sie wahr zu sein, als es uns das Internet, und gerade das sogenannte “web 2.0″ leicht macht, zu schreiben, was uns in den Sinn kommt.
Jeder kann sich hier nach Lust und Laune schriftlich “verewigen”.
Ich nehme mich selbst dabei nicht aus.
Aber die Tatsache, wer heute so alles schreibt und vor allem, was und wie geschrieben wird, lässt mich zu der kühnen Überlegung gelangen, ob es nicht eher zeitgemäß wäre, zu sagen:
“Wer richtig schreibt, der wichtig bleibt.”?
Denn nach wie vor kommt es auf das “Wie” an.
Das betrifft sowohl die unzähligen Blogger und Mitglieder von Foren und Communities, als auch - und insbesondere - diejenigen, die eine Website betreiben, um damit potentielle Kunden zu erreichen.
Ich kann mich hier auf keinerlei Studien, Umfragen oder Beweise stützen, doch immerhin kann ich auf einen inzwischen recht umfangreichen Schatz an Meinungen und Erfahrungen zurückgreifen:
Wer nicht wenigstens den Versuch unternimmt, in halbwegs verständlichem Deutsch und ohne gravierende Rechtschreib-, Zeichen- und Grammatikfehler zu schreiben, wird hier letztendlich weder ernst- noch wichtiggenommen.
Keineswegs sind alle Internetnutzer mit Blindheit oder Unkenntnis der deutschen Sprache geschlagen, wie es mancher vielleicht hoffen mag.
Und so wendet sich unweigerlich ein nicht unerheblicher Teil von ihnen mit ziemlich großer Wahrscheinlichkeit nach kürzester Zeit wieder von den Internetseiten ab, hinter denen sich vielleicht sogar eine gute Idee oder ein großartiges Angebot verbirgt, wenn sie mit einer größeren Anzahl vermeidbarer Fehler gespickt ist.
Natürlich werden nun viele sagen: Toll, schon wieder so ein Klugscheißer-Beitrag und das 1000ste Plädoyer für ein “sauberes Netz”.
Und damit ich nicht nur destruktiv kritisiere, sondern mich auch in irgendeiner Form konstruktiv äußere:
Bitte, es gibt ausreichend Hilfen im Netz, technische und menschliche.
Wer keine Zeit oder Lust hat, sich selbst mit der Suche nach Rechtschreibprogrammen, Lektoren, Korrektoren oder anderen Hilfen zur Überprüfung und Korrektur seiner Internetseiten zu befassen, der findet die Hilfe zu Textarbeiten hier und kann mich gerne kontaktieren.
Ich bin gerne bereit, gegen eine geringe Aufwandsentschädigung diese Arbeit zu übernehmen.
Früher oder später wird es sich in jedem Fall auszahlen, die eigene Website in einer Form zu präsentieren, die nicht jeden zweiten User veranlasst, schnellstmöglich das Weite und die Alternative zu suchen.
Denn nur so bleibt auch wirklich, wer schreibt.
Am 14. November 2007 um 01:15 Uhr
Ja, im sprachlichen Ausdruck bekommen subjektive Denkprozesse immerhin einen gewissen objektiven Status, daher sollte man nicht all zu viele Fehler machen. Dabei bedenke man aber auch die hohe Redundanz der Sprache. Ich vermute, wenn man 100 Buchstaben eines Textes in der Länge einer A4-Seite einfach weg lässt, kann der Sinn noch immer verstanden werden.
Vielleicht komme ich noch einmal auf dein Angebot von oben zurück, denn ich habe wirklich selten Lust auf Korrekturlesen.
Für Diskussionen auf diversen Plattformen, oder für die eigene private Homepage mag ein gepflegter korrekter Ausdruck nicht so wichtig sein, aber für einen professionellen Webauftritt einer Firma ist es sicher essentiell.
Am 15. November 2007 um 08:45 Uhr
Ergo dein Fazit?
Wir sparen uns unnötige Ausschmückungen, denn weniger Buchstaben ergeben weniger Fehler?
Am 15. November 2007 um 16:05 Uhr
Ich finde es auch wichtig, nicht nur über die Tastatur zu fliegen. Gerade im kommerziellen Bereich sollte das eine Selbstverständlichkeit sein.
Am 15. November 2007 um 20:56 Uhr
Es sollte zum guten Ton gehören, sich und seiner Umwelt es nicht anzutun, einen Text mit vielen Fehlern zu bestücken … das hat auch was mit Respekt zu tun !
Am 16. November 2007 um 09:37 Uhr
@Jan und Immobilien-Handwerker-Blog:
Vielen Dank für die Zustimmung.