Heute schon genickt?
Was denn? Schon länger nicht mehr gehört, diesen Spruch?
Aber hallo!
Mir begegnen sie ständig wieder, diese unglaublich nervigen, lässigen Sprüche und Ausdrücke, die - so abgedroschen sie sind - unter den ewig Gestrigen noch immer kursieren.
Die Begrüßung erfolgt selbstverständlich mit einem fröhlichen “Hallöle” oder “Hallöchen“, nach dem Befinden erkundigt man sich gerne mit einem “Alles fit im Schritt?” und die Entgegnung muss heißen “Na, logo, alles klar auf der Andrea Doria.“.
Einige bevorzugen allerdings: “Logo, alles im grünen Bereich.“.
Manche lassen sich auch immer noch gerne verwirren, wenn sie auf ihr freundlich zum Gruße hingeworfenes “Hi” die Erwiderung bekommen: “Wo?”
Steht man nun zufällig vor der Haustür des anderen, folgt jetzt zwingend “Kommse rein, könnse rausgucken“.
Alles Klärchen, die Aufforderung nimmt man doch gerne an.
Vielleicht gibt’s ja Tasskaff.
Die wirkliche Konversation beginnt jetzt erst, und zwar mit “Was kann ich gegen dich tun?”
Eine mögliche Antwort könnte wohl sein:”Och, wollte noch nachträglich herzlichen Glühstrumpf zum Geburtstag sagen.”
Das hätte, logisch, ein “Schrankgedöns” zur Folge.
Eventuell ist man aus anderem Anlass unterwegs, zum Bleistift, um Bescheid zu sagen.
Also sagt man: “Bescheid“.
Da hat man doch glatt seine Kippen vergessen, aber ach, “Tel Aviv, das tangiert mich doch peripher.”, raucht man eben die holländischen “Van Anderen“.
“Hast du auch Feuer?”
“Nee, bloß offene Flamme.”
Naja, dazu jetzt aber endlich das Käffchen, danach lässt man die Luft aus dem Bierglas:
“Prostata!”
“Jawoll, Stößchen!”
Wenn hier zufällig ein Missgeschick passiert, sagen wir, die Kippe fällt auf den Boden, sagt man einfach: “Schuldigänse“, was sogleich gekontert wird mit: “Lass liegen, tritt sich fest.”
Schon ist alles wieder Roger in Kambodscha.
Könnte sein, wegen irgendeiner Nichtigkeit bricht ein Streit vom Zaun, dann lautet die entsprechende Konversation ungefähr so:
“Ey, willste Kette schmecken?”
“Halt’s Maul, Paul!”
“Noch so’n Spruch Kieferbruch”
Möglich, dass die Mutter nun dazukommt, die sagt dann auf jeden Fall:
“Ey, Jungs, jetzt aber mal Schicht im Schacht!”
Tja, Ende Gelände. Ohne Arme eben keine Kekse.
Besser, man verabschiedet sich sofort voneinander:
“Leg’ dich wieder.”
“Ok, mach’s gut, aber nicht zu oft!”
“See you later Alligator!”
Oh halt, jetzt muss man doch glatt noch mal eben “die Boa würgen” gehen.
Na, hoffentlich hält die “Keramikabteilung” der Besichtigung stand.
Nun aber wirklich Schulz.
Der Vater wirft noch ein lässiges “Tschöh mit Ö” hinterher, und die Mutter kann sich das coole “Tschüssikowski” nicht verkneifen.
Nachts isses eben kälter als draußen.
Und als Draht noch mit i geschrieben wurde, sagte man:
“Danke Anke!” - “Zurück zu Lück!”
Am 30. November 2007 um 16:02 Uhr
Typisches Gespräch im Münterland (wo ich wohne):
“Tach! Na, wie gehts?”
“Muss ja!”
Oder
“Wie isses?”

“Danke, auch sch***”
Am 30. November 2007 um 20:09 Uhr
Ja, genau.

“Nur die Harten kommen in den Garten.”
Am 1. Dezember 2007 um 08:13 Uhr
Ach übrigänse: das hast du aber gefickt eingeschädelt.
Am 1. Dezember 2007 um 08:35 Uhr
Oh, hallöchen Ginger.

Lange nicht gesehen und doch wiedererkannt.
Du hier und nicht in Hollywood?
Am 3. Dezember 2007 um 01:16 Uhr
Gähn,
in den 80ern gegraben? Dumme Sprüche die sich bis in die 90er gehalten haben eingetippt? Was’n mit Bodenpflegerin? Parkettkosmetikerin, Erdbewegungsmonteur oder …
Die Sprache wandelt sich, heute ist das “hip”: Frauer sucht Bau. Der KFC-Spruch ist so alt wie: “Karl Ranseier ist tot” oder “Ich tar Faxi”.
Das muss besser werden!
John
Am 3. Dezember 2007 um 07:52 Uhr
Ja, lieber John Doe,

Goethe ist tot, Einstein ist tot und mir ist auch schon ganz schlecht.
Gemach: Kommt Zeit, kommt Rat, kommt Attentat.
Am 10. Dezember 2007 um 04:47 Uhr
yeah was für ein Gehirntheater, ich mitmachen wollen :
zu “Nur die Harten kommen in den Garten.” + ” Scheissegal, wir sind Piraten”
und ich mach mal noch ne schublade auf : “alle spielen auf beton außer gunther….der liegt drunter”
Machet jut Knut, Hau rein Hain !
Am 10. Dezember 2007 um 08:01 Uhr
Das erinnert mich an eine weitere Schublade, die es da mal gab: “Mami, ich mag meine Schwester nicht!” - “Sei still und iss weiter.” oder
“Mami, ich will nicht nach Amerika!” “Sei still und schwimm weiter!”
…
Am 15. Februar 2008 um 21:08 Uhr
Herrrrlisch geschrieben - man dankt.
alternativ: Firma dankt.
alternativ: Vielen Dank, Peter Punk.
Am 16. Februar 2008 um 16:28 Uhr
Immer gern.


Denn also: Bis später, Peter.
Vielleicht auf eine Hopfenkaltschale?