Gewendete Redeverdrehungen

Der Klassiker stammt von niemand anderem als Otto, dem Waalkes:

“Lasst uns aufstoßen und in’s Horn brechen!”.

Wie aber so manche/r unter uns die eine oder andere feststehende Redewendung ad absorbum führt, ist höchst bemerkenswert, denn es geschieht am liebsten so, dass es seinesgleichen in der Verführung sucht.

Auch Prominente beschädigen da nicht die Regel, und das in aller Öffentlichkeit.

Das ist natürlich alles Aussichtssache und letztendlich gibt es für jeden Eimer einen Deckel.

Aber bei der Verwendung von Redensarten sollte man doch immer Obacht geben, dass man sich in bestimmten Situationen nicht das Knie bricht, sonst ist der Zug ziemlich verfahren.

Das kann nämlich zur Folge haben, dass man sich fühlt wie geholt und nicht abbestellt.

Wer jetzt nurmehr spanische Dörfer versteht, wird sich sagen: “Reden ist Schweigen, Silber ist Gold.”

Und mit der Meinung, Redewendungen seien so überflüssig wie ein Tropf, spricht er sicherlich so manchem Mitmenschen aus dem Mund.

Natürlich können wir auf Redewendungen verzichten, ohne gleich am Hungertod nagen zu müssen.

Mit ihnen haben wir unsere Schäfchen auch nicht eher in warmen Tüchern als ohne sie, aber ihre Verwendung setzt doch dem Fass in so wunderbarer Weise die Krone auf.

Und darum:

Niemand möge sein Licht unter den Schatten stellen.

Ich pläsiere dafür, dass weiterhin jeder sein Schäflein dazu beiträgt, dass Eulen auch nach Rom getragen werden.

:-)

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