Weibliche Formen?

Ist Ihnen eigentlich auch schon einmal aufgefallen, dass es Wörter gibt, die um’s Verrecken keine weibliche Form annehmen wollen?

Als erstes wäre da der Mensch:

Soll frau sich nun darüber aufregen, dass man keine Menschin neben sich duldet?

Ach nein, ich denke, frau sieht großzügig darüber hinweg. Klingt ja auch irgendwie albern, mindestens genauso albern wie die Vorstellung, dass ihr eines Tages ein Personer begegnen sollte.

Dann wäre da noch der Gast:

Warum eigentlich ist frau zu Besuch keine Gästin?

Naja, macht nix, das ist frau gar nicht so wichtig, sie ist im Grunde genommen ganz gerne die Begleitung des Gastes.

Sie wahrt da ganz gelassen die Form, gelegentlich stellt sie nämlich fest, dass sich auch der Trottel, der Laie und der Blödmann noch immer nicht der Weiblichkeit beugen wollen.

Bleibt noch die Frage, warum die Männlichkeit wohl bis heute nicht das Mitglied auf seine Seite ziehen konnte. Weiblichkeit ist doch hier nahezu ausgeschlossen.

;-)

4 Reaktionen zu “Weibliche Formen?”

  • Rick

    Muss denn immer alles gendergemainstreamt werden? Und soll nicht doch der Unterschied und die Variation leben? Wollen wir wirklich in einer Welt leben wo wir uns am Gemüsestand zwischen Zwieb und Zwiebel entscheiden müssen? Muss unbedingt der Fritatt in der Suppe den Ton angeben, kann das nicht wie bisher den weiblichen Fritatten überlassen bleiben? Wenns sein muss den FrittatInnen, mit dem in manchen KreisInnen so beliebten Binnen-i? Wenn man aus einem Mann unbedingt mit Gewalt etwas Weibliches machen will hat man ja zB Daniel Küblböck gesehen was dabei rauskommt. Das kann nicht gutgehen… ;)

  • Christiane

    Lieber Rick,
    du hast wohl Recht.
    Lassen wir die Sprache in ihrer Form gewähren wie gewachsen.
    Allzu verbissenes Betreiben feministischer Linguistik kann nicht gutgehen, doch ist es ausgesprochen herrlich zu betrachten, welch dämliche Blüten es mitunter treibt.
    ;-)

  • Andi

    Es gibt übrigens auch nur “der Mann” und ebenfalls nur “die Frau”. Als Lösung schlage ich “die Mannin” oder auch die “Männin” vor sowie “der Frauer”.

  • Christiane

    Ja, Andi, das ist ein interessanter Vorschlag.
    Wie dann allerdings das Ergebnis im echten Leben aussehen wird?
    Ich fürchte, wir würden, wie Rick oben schon erwähnte, wohl damit weitere ExemplarInnen der Art Küblböck und aktuell Menderes hervorrufen, ganz zu schweigen vom Umkehrfalle.
    Wollen wir das wirklich?
    ;-)

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